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TSV Alemannia-Freiburg-Zähringen vs. I. Damen (15:11) 34:23

Zwanzig Minuten guter Handball sind zu wenig

Die Damen um Eva Margraf fanden nur schwer in die Partie beim TSV. Schnell geriet man mit 3:0 in Rückstand, konnte im Anschluss das Spiel allerdings offener gestalten und über 8:6 bis auf 9:9 verkürzen. Zu diesem Zeitpunkt stand die HSG Abwehr, das Sorgenkind der letzten Woche, im gebundenen Spiel sehr sicher. Im Angriff bekamen die Damen die offensive Abwehr des Gegners immer besser in den Griff und konnten auch gegen die sehr offensiv agierende Halbrechtsverteidigerin immer wieder zu Torchancen kommen. Der Trainer des TSV sah akuten Handlungsbedarf und schwor seine Damen in der Auszeit neu ein. Danach war das Spiel völlig offen und keine der beiden Mannschaften konnte in den folgenden drei Minuten einen Treffer erzielen. Allerdings agierten nun beide Mannschaften deutlich nervöser und so nahm Gästetrainer Sven Johr ebenfalls beim Stand von 9:9 eine Auszeit und besprach mit seiner Mannschaft, dass jetzt in Ruhe weiterzuspielen sei. Gerade im Angriff sollte geduldig und druckvoll agiert und nur klare Chance genutzt werden. Leider fanden die Damen nach der Auszeit gar nicht mehr ins Spiel und ermöglichten es dem Gastgeber durch zahlreiche Unachtsamkeiten fünf Tore in Folge zu werfen. Der so entstandene Rückstand  konnte zwar um ein Tor verringert werden, aber dennoch wurden die Seiten mit einem Rückstand von vier Toren gewechselt.
Motiviert kamen die HSGlerinnen aus der Kabine - konnten von der besprochenen Taktik jedoch kaum etwas umsetzen, da sich die Fehlabspiele im Angriff nun häuften. Bis auf 19:11 konnten die Gastgeber jetzt vorentscheidend davonziehen. Allein über den Kampf und einige leichte Tore schafften es die HSGlerinnen erneut, bis auf 24:20 zu verkürzen. Doch nach der Auszeit der Zähringer schienen alle Dämme zu brechen. Hatte man in der Abwehr im gebundenen Spiel kaum Probleme, setzten sich die Damen im Angriff immer mehr unter Druck und verloren einen Ball nach dem anderen. Die Folge waren zahlreiche Gegenstoßtore des TSV, die den Abstand immer weiter vergrößern konnten. Am Ende steht ein 34:23, das leider auch in dieser Höhe völlig in Ordnung geht.

Stimme des Trainers:
Das ist eine ganz bittere Niederlage. Wir haben es nach der schlechten Abwehrleistung in der Vorwoche trotz geringer Trainingsbeteiligung geschafft, eine recht stabile Abwehr zu stellen. Die Unsicherheiten im Angriff haben uns allerdings schwer zu schaffen gemacht. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wir haben gefühlt 15 Tore aus dem Gegenstoß kassiert. Da wird es dann schwer, ein Spiel noch zu gewinnen. Die Gastgeberinnen haben meine Mädels mit ihrer Abwehrarbeit immer wieder zu leichten Fehlern gezwungen und die Ballgewinne zu vielen, vielen Toren genutzt. Wir haben es leider nicht verstanden, uns ohne Ball zu bewegen und die Nahtstellen anzugreifen.
Ich bin mir sicher, dass die Mädels im nächsten Spiel eine deutliche Reaktion zeigen und sich den Frust von der Seele spielen werden. Gegen Brombach, den Tabellenführer, sind wir am Sonntag der klare Außenseiter und können ohne Druck aufspielen.

Für die HSG spielten:
Tor: Katharina Richter, Mona Ziegler
Feld: Jennifer Grathwohl (6), Christina Geßler, Lisa Heuken (8), Yvonne Huber, Teresa Baader, Eva Margraf (2), Selina Gnann (1), Corinna Hauser, Steffi Hesse (1), Nicole Hesse (5/2)

Spielfilm:
HZ1: 3:0, 3:2, 6:2, 6:4, 7:6, 8:8, 9:9, 14:9, 15:11
HZ2: 19:11, 19:13, 21:13, 21:16, 23:16, 23:18, 24:20, 27:20, 31:21, 32:22, 34:22, 34:23

(SJ)