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Damen I vs. SG Hornberg/Lauterbach (10:14) 25:28

Schwache Abwehrleistung kostet den Sieg

In der letzten Partie der Hinrunde trafen die Damen der HSG am Samstagnachmittag vor heimischem Publikum auf die SG Hornberg/Lauterbach. Die ausgegebene Marschroute war klar: über eine agile und körperbetonte Abwehr wollte man den Gästen von Beginn an die Angriffsbemühungen schwer machen. Doch die Damen der HSG schienen mit den Gedanken nicht bei der Sache zu sein. Durch viele einfache Angriffsaktionen kamen die Gäste immer wieder im Kleingruppenspiel zu Überzahlsituationen. Durch zu langsame Beinarbeit und mangelnde Bereitschaft, den Gegner frühzeitig körperlich zu attackieren machten sich die HSGler das Leben selber schwer. Dennoch war das Spiel bis zum 6:6 völlig offen und die Zuschauer durften auf einen doppelten Punktgewinn hoffen. In der Folge kam der Gast immer wieder zu Ballgewinnen und konnte die schwache Abwehr der HSG ein ums andere Mal überwinden. Vier Tore in Folge zum 10:6 brachten den Gast vorentscheidend in Führung. Durch eine Umstellung der Abwehr gelang es, den Abstand wieder auf zwei Tore zu verkürzen. Doch in den letzten Minuten der ersten Halbzeit bekamen die Damen ihre Nerven nicht in den Griff und mussten so mit 10:14 in die Kabine gehen.
In der zweiten Halbzeit sah es zunächst so aus, als sollte sich am Spiel der HSG nichts ändern. Über 15:10 und 17:13 schien sich der Spielstand bei einem vier Tore Rückstand einzupendeln. Die Damen um Eva Margraf bewiesen in der Folge eine tolle Moral und fanden über den Kampf endlich besser ins Spiel. Von 13:17 konnte der Rückstand über 20:23 bis auf ein Tor (22:23) verkürzt werden. Es war spürbar, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt hätte kippen können. Die Gäste wurden zunehmend nervöser und spielten oftmals nur noch parallel vor der heimischen Abwehr. Durch einen unglücklichen Abpraller kamen die Gäste dann zu einem sehr umstrittenen Treffer. Torhüterin Katha Richter konnte ihre Emotion über diesen Gegentreffer nicht in den Griff bekommen und wurde von den Unparteiischen mit einer Zeitstrafe belegt. Doch auch davon liessen sich die HSGler nun nicht beeindrucken und beim 24:25 war die Möglichkeit, dieses Spiel zu gewinnen immer noch gegeben. Durch eine beherzte Angriffsaktion der Gäste, die sehr nah am Stürmerfoul war und bei der sich Jenny Grathwohl als leidtragende verletzte, sahen sich die Unparteiischen gezwungen, Nici Hesse mit einer roten Karte zu bestrafen und einen Strafwurf zu verhängen. Tor Hornberg/Lauterbach, Spielstand 24:26. Nach diesem Strafwurf war es zu allem Überfluß Trainer Sven Johr, der die Nerven verlor und sich lautstark bei den Schiris beschwerte. Durch die konsequente Zeitstrafe gegen die Bank sahen sich die HSGler nun in doppelter Unterzahl. Der weitere Steckbrief einer hektischen Schlußphase: Ballverlust HSG im Angriff, Treffer der Gäste zum 24:27. Direkter Gegentreffer durch die in Unterzahl agierenden HSGler, 25:27. Noch einmal letzte Hoffnung. Ballgewinn der HSGler kann nicht in Torerfolg umgemünzt werden, der Gast kommt zum 25:28. Bittere Enttäuschung bei Fans, Spielern, Betreuer und Trainer.
 
Stimme des Trainers:
An erster Stelle möchte ich mich bei meinen Mädels entschuldigen. Eine Zeitstrafe gegen den Trainer geht gar nicht! Mädels, das tut mir leid. Trotz der von mir monierten Entscheidung, hätten wir hier noch mindestens einen Punkt halten können. Die dopelte Unterzahl hat uns letztlich das Genick gebrochen. Gerade daher möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht viel über das Spiel der Mädels sagen. Es gibt mir zu denken, dass wir uns das Leben immer wieder selber so schwer machen und dann permanent einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Und trotz allem bin ich guter Dinge: wir werden in der Rückrunde noch für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Die Fans möchte ich bitten, die I. Damen in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Das haben sich die Mädels mehr als verdient!
 
 
Spielfim:
HZ 1: 0:2, 3:2, 3:4, 5:4, 6:6, 6:10, 8:12, 10:12, 10:14
HZ 2: 10:15, 12:15, 12:17, 15:17, 16:19, 17:19, 17:21, 18:22, 20:22, 22:23, 23:24, 24:25, 24:27, 25:24, 25:28
 
Für die HSG spielten:
Tor: Mona Ziegler, Katharina Richter
Feld: Jennifer Grathwohl, Christina Geßler, Lisa Heuken (12/4), Yvonne Huber (2), Teresa Baader (1), Eva Margraf (5), Corinna Hauser (1), Nicole Hesse (4/2), Steffi Hesse, Alina Stuwe
 
(SJ)